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Der Traktor S3
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### 1\. Was ist in der Box?
**Traktor Kontrol S3 Controller:** Dein Hauptgerät.
**USB-B-Kabel:** Um den Controller mit deinem Computer zu verbinden.
**Netzteil:** Der S3 läuft zwar oft über USB-B, braucht das Netzteil aber für volle Helligkeit und die Nutzung mit einem iPad.
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### 2\. Was du zusätzlich benötigst
**Computer (Laptop):** Mit Windows oder macOS.
**Kopfhörer:** Am besten mit einem 6,35-mm-Klinkenadapter (das dicke Ende), falls dein Kopfhörer nur ein dünnes Kabel hat.
**Lautsprecher:** „Aktive“ Boxen (die einen eigenen Stromanschluss haben) sind am einfachsten.
**Musikdateien:** MP3s oder WAVs. Streaming geht auch (z. B. via Beatport/Beatsource), aber für den Anfang sind eigene Dateien stabiler.
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### 3\. Die Software (Traktor Pro 3)
Die [Software](https://www.native-instruments.com/en/products/traktor/dj-controllers/traktor-kontrol-s3/downloads/?srsltid=AfmBOoq3VnQ1MHUsYQ72XSZ5C7aWzlY6Ej2ti6IBanQSLBX2oseTH8xV) ist dein Gehirn. Sie teilt sich meist in drei Bereiche:
**Der Browser (unten):** Hier suchst du deine Lieder aus.
**Die Decks (oben):** Hier siehst du die Lieder, die gerade geladen sind (Deck A und B sind deine Haupt-Decks).
**Der Mixer (Mitte):** Die virtuelle Abbildung dessen, was du an den Knöpfen deines S3 drehst.
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### 4\. Worauf du bei Liedern achten musst
Damit zwei Lieder zusammenpassen, schaust du auf zwei Hauptwerte:
**BPM (Beats Per Minute):** Die Geschwindigkeit. Techno ist meist schnell (125130), Hip-Hop eher langsam (90100). Die BPM sollten beim Mixen fast identisch sein.
**Key (Tonart):** Traktor zeigt dir Zahlen und Buchstaben an (z.B. „4D“ oder „8m“). Lieder mit dem gleichen Key oder benachbarten Werten harmonieren besser es klingt dann nicht „schief“.
**The Grid:** Das sind die grauen Striche in der Software über dem Lied. Sie markieren den Takt. Wenn die Striche beider Lieder übereinanderliegen, läuft der Beat synchron.
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### 5\. Die Waveform (Die Farben verstehen)
Die Wellenform zeigt dir optisch, was im Lied passiert, noch bevor du es hörst. In der Standard-Einstellung („Spectrum“) bedeuten die Farben:
**Dunkelblau / Violett:** Tiefe Frequenzen (Kick-Drum, Bassline). Hier ist der „Wumms“.
**Grün / Gelb:** Mittlere Frequenzen (Gesang, Melodien, Klaviere).
**Weiß / Hellblau:** Hohe Frequenzen (Hi-Hats, Zischen, Becken).
**Lücken (dünne Linie):** Hier ist eine Pause (Break) im Lied perfekt, um ein neues Lied reinzumischen!
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### 6\. Erste Schritte am Pult
**Laden:** Drehe am großen „Browse“-Knopf und drücke ihn, um ein Lied in Deck A zu laden.
**Gain/Trim:** Stelle sicher, dass der Pegel oben am Kanalzug nicht im roten Bereich landet.
**Sync:** Drücke die „Sync“-Taste am S3, damit das zweite Lied automatisch die Geschwindigkeit des ersten übernimmt.
**Fader:** Schiebe den Regler (Fader) nach oben, um den Ton an die Boxen zu schicken.
**Kleiner Profi-Tipp:** DJing ist wie Kochen. Der Equalizer (EQ) oben High, Mid, Low ist dein Gewürzregal. Nimm beim Übergang beim neuen Lied erst mal den „Low“-Regler (Bass) raus, damit es nicht matschig klingt, wenn beide Lieder gleichzeitig laufen.
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### 7\. Üben, Üben, Üben
Die Bedienung des Pultes kann anfangs recht schwierig wirken und ist auch recht komplex. Mit der Zeit jedoch und mit viel Übung macht es richtig Spaß und kann großartige Ergebnisse hervorbringen. Übung ist der Schlüssel. Für weitere Fragen und tieferes Eintauchen in das Thema kann dieses [YouTube-Video](https://www.youtube.com/watch?v=NxR6SdHP2jI) hilfreich sein.